• weltspartag

    ich möchte allen leuten, ALLES GUTE ZUM WELTSPARTAG wünschen.

    gibt krebsig nichts neues, zum glück.
    und wie heißt es so schön, keine nachrichten sind gute nachrichten.

    beruflich habe ich derzeit viel um die ohren.
    ein vortragender ist wegen burn-out-anzeichen ausgefallen, und ich darf noch ein paar stunden mehr jetzt unterrichten.

    fahre dieses wochenende wieder zu meinem sohn.
    freue mich riesig drauf.

    auch wenn ich so wahnsinnig bin, und die nächsten wochenenden alle praktisch verplant habe. aber ich nehme mir regelmäßig meine auszeit, und habe ja eine orga-erleichterung durch mein ei-phone.
    ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es mal menschen gab, die kein i-phone hatten, bzw, das es ein leben ohne internet, handy, usw. gab

  • absolut nichts neues

    es gibt nix neues an der krebsfront.
    zum glück.

    war dieses wochenende wieder bei meinem sohn.
    es ist immer toll ihn zu sehen, und hart wieder zu gehen.

    auch habe ich ein neues spielzeug, was mir nerven kostet. ein ei-phone.
    eine nette spielerei, und viel schnick-schnack, der aber lebensnotwendig ist. *gg*
    und man kann damit auch telefonieren

  • die totgeweihten grüßen dich....

    gestern war ich in der apotheke.
    nichts dramatisches, nur mein shampoo kaufen.
    und dann sah ich martina.
    ich lernte sie kennen in der onkologischen ambulanz.
    sie hatte leukämie, und es gab keine hoffnung auf heilung.
    dann bekam sie plötzlich ganz neue medikamente aus england, wo es hieß,
    es ist ihre letzte hoffnung.

    doch die hoffnung stirbt zuletzt , sagt man.

    letztes jahr, im juni, kurz vorm urlaub in griechenland, haben wir sie im krankenhaus besucht.
    wo sie eine operation am handgelenk hatte. es stellte sich nachher heraus, dass es krebs war.

    und so zogen die tage ins land.
    ich habe kurz überlegt, als ich sie da stehen und diskutieren stand, wegzudrehen und zu gehen,
    aber ich redete mit ihr, und freute mich wirklich sie zu sehen, lebendig zu sehen

    auf die frage wie es mir geht, meinte ich nur "schau mich an", und ihre antwort war sowas wie, sie freut sich sehr mich so zu sehen, und es müsse mir ja gut gehen, was ich bejahte.
    auf die frage, wie es ihr gehe, meinte sie nur " keiner weiß wie lange ich noch zu leben habe, nicht mal die ärzte, weil es die werte sind sehr schlecht"
    und langsam zog es mir die bodenplatte weg.
    man wußte, sie wird sterben, aber trotzdem, für den scheiß gibts keine vorbereitung.

    was dann noch ärgert ist, sie braucht viel medikamente, ja.
    zum glück gibts den sozialstaat.
    aber muss man solch menschen mit chefarzt rezepten und bürokratie ärgern ??????

    also ich hoffe, sie hat noch schöne stunden,tage,wochen,monate,jahre??? und muss nicht viel leiden.

    und je mehr ich nachdenke, das leben ist gemein, ungerecht.

  • verlängerung

    heute ist der 9.9.09

    tolles datum um ne nachuntersuchung auf onkologie und urologie zu machen.
    als alter krankenhaus profi hatte ich es heute sehr kurzweilig, weil die pausen der urologie nützte ich für die onkologie und umgekehrt.

    aktueller wasserstand, für die dies interessiert : 2,0

    was angenehm war, die warterei in der onkologie zur befundbesprechung.
    ich wußte bereits von meinem persönlichen ultra-schaller, dass alles paßt, der urologe erzählte mir , dass die blutwerte passen. also gabs keine spannung mehr vor dem gespräch. dann traf ich einen netten bettnachbar wieder. der lag im oktober 2007 (ganz am anfang des blogs) neben mir. hat zwar noch immer chemos, aber wirkte bis auf seine knie recht fit. und war ganz gut, mal wieder wen zu sehen, der es gepackt hat.
    in der urologie kam ich der blasenspiegelung davon, hatte zwar wieder leicht blut im urin, aber das ist noch nebenwirkung von bestrahlung.

    die onkologin meinte, im dezember wieder, und dann rythmus alle 6 monate.
    aber dass ist mir noch zu heftig, will alle 3 monate, da komischerweise das keine nervenbelastung ist, sondern so lange nicht zu gehen, eher eine nervenbelastung wäre.

  • geburtstag

    mein sohn hatte am 1. september seinen dritten geburtstag.

    1.09.2006 kam er auf die welt -- danach fingen die schmerzen an
    1.09.2007 danach bekam ich ansage, krebs wächst wieder
    1.09.2008 danach war ich im leben zurück

    1.09.2009 ich war nicht dabei

    habe ihn aber angerufen, und er wollte sofort wieder "männerurlaub" machen. er freute sich so sehr, so wie ich mich freute.

    er ist einfach ein süßer knopf.

    und kann die sturheit seiner eltern ausbaden

  • krebs verändert

    krebs verändert menschen, sichtweisen, denkmuster.
    krebs nimmt einen die unbeschwertheit und aber gibt sie auch gleichzeitig wieder her.

    versteht ihr nicht ?
    mir geht es derzeit so, dass ich nicht unbeschwert bin, da ja immer das damoklesschwert über einen hängt, dass der oder ein anderer krebs wieder kommt. statistisch gesehen sogar höchst wahrscheinlich.
    aber es läßt einen auch leben wie ein kleines kind. welches das leben erforscht.
    es läßt einen den moment extrem geniesen.

    mein sohn war diese woche bei mir. am montag mittag wurde er von meiner ex gebracht, und dann gings los.
    wenn ich sage, ich hatte angst davor, ist es übertrieben, aber ich machte mir natürlich so meine gedanken. was ist, wenn er immer wegen seiner mama jammert.
    und es war eine wahnsinns tolle woche. zum glück war badewetter, so waren wir des öfteren bei der oma am pool. waren gemeinsam bei toys are us, spielzeug für den geburtstag kaufen, wuzeln, einkaufen, spielplätze, etc.
    er ist einfach ein süßes liebes kind. und es tut mir extrem leid für ihn, nicht mit mama und papa gleichzeitig aufzuwachsen.
    aber, er hätte auch ohne papa aufwachsen können. denn anscheinend war ich mehr bei den toten als den lebenden. (waren so komische meldungen vom krankenhaus, hausärztin, etc.)

    auf jedenfall war diese woche sehr schön. und man geniest den augenblick. wenn er eingeschlafen ist, und ihm beim schlafen zusieht, wie friedlich und entspannt er da liegt.
    es war toll ihn eine woche dazuhaben. obwohl mir der abschied extrem schwer viel. viel schwerer, als damals, als sie ausgezogen sind.

    und am 9.9.09 ist ein besonderer tag.
    nein ich heirate da nicht, sondern darf wieder zum service check ins krankenhaus. diesmal mit besonderem urologiecheck. ich hoffe die blasenspiegelung bleibt mir erspart. denn über den mund, spiegeln sie die blase nicht.

  • besucher

    am wochenende war es soweit.
    ab gings nach deutschland meinen sohn besuchen.
    am samstag hatte ich ihn ab 14.30, und wir fuhren nach bregenz, um wie versprochen boot zu fahren. das wetter paßte, und wir hatten viel spaß am see mit dem boot.
    olli lenkte und freute sich sehr.
    er war auch ganz aufgeregt, und konnte kein mittagsschlaferl machen. er schlief gleich bei der autofahrt ein, hatte aber ein glückliches lächeln auf den lippen.
    mich freute es auch total. danach machte ich ihm noch eine freude, und wir gingen auf einen burger.
    abends wieder zurück. ich ins hotel. und sonntag ab zum baden.
    dann kam der traurige teil. als ich ihn zu seiner mutter brachte, meinte er "papa bleiben bitte" und "papa nicht arbeiten". das war schon hart, und ich mußte schlucken.
    aber meinte taktik ging auf, er bekam ein geschenk zum abschied, und das war ein abschluss mit was positiven. und bald besucht er mich ja.

    schön ist es ein so tolles kind zu haben

  • traurig

    ich bin traurig.
    mein sohn hat verdacht auf pfeifersches drüsenfieber.
    ich darf ihn nicht besuchen, ausser ich riskiere es, selbst damit angesteckt zu werden. weil es nicht sicher ist, ob ich dagegen immun bin. und dass macht mich traurig, habe mich so gefreut ihn zu sehen.

    gesundheitlich gibts nicht viel neues. war bei meiner hausärztin, die meine homeopathin ist, und die selbst krebs hatte. habe neue kugerl bekommen, und was schön war, wir haben einige gemeinsamkeiten entdeckt.
    auch die aussage, weil ich vor den untersuchungen ab und zu schmerzen verspüre, ja dass habe sie auch, und es beruhigt sie, dass dies auch andere verspüren. machte es menschlich

    naja, werde jetzt sohn erst in 14 tagen sehen. seufz

  • eingelöste versprechen

    großwetterlage : ich hasse dieses feuchte, schwüle, drückende wetter. das setzt mir körperlich zu, oder war es das feiern am wochenende ?

    am samstag bekamen schüler von mir, im rahmen es privaten festes die zeugnisse überreicht. es gab genug alkohol und zu essen. ich mußte nicht mit dem auto fahren, und es wurde lang und lustig. am sonntag, fühlte ich mich irgendwie elendiger als während der chemo.

    heute habe ich in der urologie angerufen, zwecks befunde, etc. entweder war ich beim letzten gespräch ein anderer, oder die ärztin. also so wie es aussieht, ist das blut im urin nicht wirklich viel und nicht besorgniserregend, und stammt höchstwahrscheinlich nicht von der niere, sondern kommt von den harnwegen, was vielleicht noch mit der bestrahlung zusammenhängen könnte. war sehr positiv.
    das eiweißthema ist für sie kein thema, da der wert knapp über der grenze ist, und im blickwinkel mit dem crea wert und konsorten für sie in ordnung und stimmig ist.

    ein versprechen habe ich mir gegeben. wenn meine lieblingsband the cure in der umgebung von 100.000 kilometer auftritt, bin ich dort. the cure sind zwar nicht aufgetreten, aber ein video vom auftritt 2008 in paris wurde in wien am rathausplatz im rahmen des filmfestivals welturaufgeführt. und ich war dabei. auch das gewitter, der starke regen konnte kein grund sein, nicht hinzufahren.
    denn es gibt nur wenige gründe, und einer war eben genau letztes jahr bei der tour, ich war hochdosis und isoliert.
    also ich habe es total genossen, und so konzerte im sitzen auf einer 270m2 leinwand sind geil, und man glaubt man ist dabei. irgendwie mehr als wäre man selbst live beim konzert gewesen.

    die andere lage, ja mein sohn geht mir ein wenig ab, wir haben telefoniert, und die tante meiner frau ist jetzt endlich an krebs verstorben, somit ist es jetzt noch heftig für sie, aber danach ist das thema krebs für sie hoffentlich erledigt. ich habe meinen sohn fast 4 wochen nicht gesehen, bei der hochdosis.und am 17 juli fahr ich ihn besuchen

  • abschied und neuanfang

    am dienstag kamen meine schwiegereltern, um meiner frau zu helfen um zu packen.
    vor lauter umzugskartons und möbelstücken konnte man fast nicht mehr atmen.

    am freitag standen dann die umzugshelfer der umzugsfirma um 6uhr morgens in der wohnung und legten los.
    ich ging duschen und danach zur arbeit. ( ist im selben stock der wohnung im selben haus )
    ich wählte die russische verabschiedung.
    aus dem fenster zu schauen, und oliver und meine zukünftige ex-frau zu verabschieden.
    ich wollte nicht rüber gehen in die halbleere wohnung und mir das dort antun.
    ich muss zugeben, ich hatte angst.
    angst dass ich voll zu weinen anfange, bin ja sehr nahe am wasser gebaut. und weine zb. wenn peter alexander seine liebe waldtraut haas im "weißen rößl am wolfgangsee" zum schluß verliebt in die arme schließt vor lauter rührung.

    "get away from me, leave me alone" the cure song "give me it"

    ich weinte nicht. ich war emotional sehr gefestigt. ich brennte mir es ein, wie ich oliver zum abschied winkte. aber es ist keine ewiger abschied. in 14 tagen werde ich ihn wiedersehen, wenn ich gen deutschland fahre, um ihn zu besuchen.
    auch danach in die wohnung zu gehen, viel mir , wider erwarten nicht schwer.
    dagegen zelebrierte ich die abnahme des eheringes. wir sind zwar nicht geschieden, aber für mich innerlich schon. und ich werde mir und oliver eine gewisse gewohnungsfrist geben, und danach die scheidung einreichen.

    "der käse ist gegessen"

    ich war selbst ein wenig über meine "gefühlskälte" überrascht und schockiert. wo ich doch, wie ich mich von oliver verabschiedet habe, geheult habe wie ein schloßhund. und dann schoß es mir. damals verabschiedete ich mich zur hochdosis. es war wie eine verabschiedung am weg zur ostfront, wo man wußte, man wird eingekesselt, und es kommen nicht viele durch.
    es war irgendwie eine verabschiedung auf immer, die riesenangst vor dem ungwissen, die extreme angst vor den nebenwirkungen und dem wissen, so nahe war ich dem sterben dem tode noch nie.

    jetzt war es eine trennung, die zwar auch schmerzhaft ist, aber im vergleich zum erlebten nicht so dramatisch war.

    ich ging dann gestern gleich einkaufen, und setzte die ersten schritte in der freiheit.
    ob es einen emotionalen einbruch geben wird, keine ahnung.
    aber wie habe ich in der phase der chemo gelebt, jede minute die es mir gut geht genieße ich.
    und das ist eigentlich mein lebensmotto geworden, da man nie weiß, was passiert

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