gestern war ich in der apotheke.
nichts dramatisches, nur mein shampoo kaufen.
und dann sah ich martina.
ich lernte sie kennen in der onkologischen ambulanz.
sie hatte leukämie, und es gab keine hoffnung auf heilung.
dann bekam sie plötzlich ganz neue medikamente aus england, wo es hieß,
es ist ihre letzte hoffnung.
doch die hoffnung stirbt zuletzt , sagt man.
letztes jahr, im juni, kurz vorm urlaub in griechenland, haben wir sie im krankenhaus besucht.
wo sie eine operation am handgelenk hatte. es stellte sich nachher heraus, dass es krebs war.
und so zogen die tage ins land.
ich habe kurz überlegt, als ich sie da stehen und diskutieren stand, wegzudrehen und zu gehen,
aber ich redete mit ihr, und freute mich wirklich sie zu sehen, lebendig zu sehen
auf die frage wie es mir geht, meinte ich nur "schau mich an", und ihre antwort war sowas wie, sie freut sich sehr mich so zu sehen, und es müsse mir ja gut gehen, was ich bejahte.
auf die frage, wie es ihr gehe, meinte sie nur " keiner weiß wie lange ich noch zu leben habe, nicht mal die ärzte, weil es die werte sind sehr schlecht"
und langsam zog es mir die bodenplatte weg.
man wußte, sie wird sterben, aber trotzdem, für den scheiß gibts keine vorbereitung.
was dann noch ärgert ist, sie braucht viel medikamente, ja.
zum glück gibts den sozialstaat.
aber muss man solch menschen mit chefarzt rezepten und bürokratie ärgern ??????
also ich hoffe, sie hat noch schöne stunden,tage,wochen,monate,jahre??? und muss nicht viel leiden.
und je mehr ich nachdenke, das leben ist gemein, ungerecht.